C.B.STOLL

helvetia-report (AT)

EIN MARA-PODOLSKI-ROMAN

Über die Schachereien eines humanitären Hilfswerks

In der Demokratischen Republik Kongo wird ein Auffanglager für Kriegsopfer von Rebellen dem Erdboden gleichgemacht. Carl-Rudolf Mende, Präsident des verantwortlichen Hilfswerks Helvetia, beordert die Projektverantwortlichen Jaqueline De Brel und Armand Mukadi nach Zürich, wo es während der Krisensitzung zu Auseinandersetzungen kommt. Tage später stürzt Mende kopfüber die Treppe hinunter und wird schwerverletzt in die Universitätsklinik eingeliefert. Was wie ein Unfall aussehen sollte, entpuppt sich als versuchter Totschlag. Die Kriminalpolizei wird eingeschaltet. Bei ihren Ermittlungen gerät De Brel in Verdacht, den Anschlag auf Mende verübt zu haben und wird zur Fahndung ausgeschrieben. Mit etwas Glück kann sich die Belgierin dem Zugriff entziehen, setzt sich aber kurz vor ihrer Flucht mit der Journalistin Mara Podolski in Verbindung. Während einer gemeinsamen Autofahrt enthüllt De Brel Insider-Wissen und erhebt schwere Vorwürfe gegen Mendes Organisation. Der Gedankenaustausch bringt Mara Podolski in Bedrängnis. Von De Brel vereinnahmt, von der Polizei bedrängt und von Helvetia umgarnt, sieht sich die Journalistin einer Fülle widersprüchlicher Informationen ausgesetzt. Sie beginnt zu recherchieren und stößt dabei auf Schachereien im Kongo, die Großspender wie auch den kleinen Mann von der Straße davon abhalten könnten, Helvetia weiterhin Spendengelder anzuvertrauen. Nachdem Carl-Rudolf Mende Opfer eines zweiten Anschlags wird und stirbt, wird der Fall Helvetia stellvertretend für die Probleme der humanitären Entwicklungshilfe in Afrika zum Politikum. – Für Eingeweihte wie De Brel, Mukadi und Mara Podolski aber entwickelt er sich zur lebensbedrohlichen Hatz.

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